ein großes weißes Gebäude

Datum der Publikation 04/10/2017

Nachhaltigkeit

Ibizas ländlicher Charme

Jenseits der sommerlichen Klischees gibt es eine zweite Insel, geprägt von Natur, ländlicher Ruhe und ursprünglichen Eindrücken, die ihren ganz eigenen Zauber entfalten.

Es gibt ein Ibiza, das früh aufsteht und seinen Kaffee unter Johannisbrotbäumen trinkt. Ein Ibiza mit stillen Dörfern, in denen die Payeses, die traditionellen Bauern Ibizas, Weinberge und Getreidefelder bewirtschaften und im Frühling der Duft blühender Mandelbäume in der Luft liegt. Es ist das Ibiza der ländlichen Ruhe, fern von Stränden und Meer, wo das Nachtleben kaum eine Rolle spielt.

Natürlich gehören die Küste, das Meer und das Nachtleben zu Ibiza. Alles andere zu behaupten, wäre irreführend. Doch wer sich von jenem Meer entfernt, dem die Posidonia seine smaragdgrünen Nuancen verleiht, wer die zwischen Felsen und Pinien liegenden Buchten hinter sich lässt, entdeckt eine andere Insel, die kaum etwas mit diesem bekannten Bild gemein hat. Im Landesinneren zeigt sich ein rustikales, ruhiges, gelassenes Ibiza: ein harmonisches Zusammenspiel aus einer außergewöhnlichen Naturlandschaft und menschlichen Traditionen, die sich vom stärker inszenierten Lebensgefühl der Küste abheben. Und dennoch wissen alle, die die besten Hotels für Paare auf Ibiza suchen, dass die Insel auch genau diesen passenden Gegenpol bietet: einen Ort, an dem Sie vor oder nach Ihrer Entdeckungstour ins ländliche Herz der Insel mit allem Komfort zur Ruhe kommen können. Das Iberostar Selection Santa Eulalia Ibiza, ein Hotel für Erwachsene direkt am Strand von S’Argamassa in Santa Eulària des Riu, ist einer dieser Rückzugsorte, an denen die Ruhe der mediterranen Umgebung zum idealen Ausgangspunkt wird, um die Insel zu erkunden.

ein Haufen Obst, die auf einem Ast sitzen

Natur im Überfluss 

Ja, das Landesinnere der weißen Insel bildet eine üppige und fruchtbare Landschaft. Ihr Boden trägt noch immer jene rötliche Erde, von der man in der Antike, als die Verehrung der karthagischen Göttin Tanit verbreitet war, glaubte, sie halte Schlangen fern. Heute ist auf diesem Boden ein dichter Teppich mediterraner Vegetation entstanden. Er zieht sich über die sanft gewellte Landschaft und steigt bis zur Sa Talaia, auch Sa Talaiassa genannt, an, dem höchsten Punkt der Insel mit 475 Metern Höhe. 

Wer diesen Berg im Südwesten nahe Sant Josep mit dem Auto, zu Fuß oder, besonders abenteuerlich, mit dem Fahrrad erreicht, wird mit einem der schönsten Aussichtspunkte Ibizas belohnt. Der Panoramablick reicht bis nach Formentera und an besonders klaren Tagen sogar bis zur Küste Valencias. Ein Tipp: Brechen Sie am besten früh am Morgen auf, weniger wegen der Hitze als wegen des Dunstes, der später die Sicht trüben kann.

Doch nicht nur Pinien, Wacholderarten, wilde Olivenbäume, Zistrosen, Mastixsträucher und Feigenkakteen wachsen im Herzen der Insel auf natürliche Weise. Auch der Mensch hat die Landschaft durch traditionelle Landwirtschaft geprägt. In den kleinen, stillen Tälern haben sich hier und da traditionelle Trockenanbauflächen erhalten: mit Weizen, Weinreben, Johannisbrotbäumen und jenen Feigenbäumen, die in die Breite wachsen, deren Äste von Pfählen gestützt werden und die zu den charakteristischsten Bildern Ibizas gehören. 

Wer diese ursprüngliche Seite der Inselnatur erkunden möchte, ob wild oder kultiviert, sollte Orte wie Es Broll de Buscastell entdecken: eine Quelle, die zwischen Bergen in einer außergewöhnlichen Landschaft entspringt und die Dörfer des Tals seit der maurischen Zeit über ein System aus Terrassenfeldern, Bewässerungsgräben, Wasserbecken und Kanälen versorgt. Ebenso lohnt sich ein Besuch der wichtigsten Weinregion der Insel, dem Pla d’Aubarca, wo Sie in den Bodegas Sa Cova und Can Maymó Weine der Insel probieren können. Wenn Sie von diesen Routen zurückkehren, werden Hotels mit Pool auf Ibiza wie das Iberostar Selection Santa Eulalia Ibiza zu einem willkommenen Rückzugsort: Der Pool mit Blick auf das Mittelmeer, Sonnenliegen im warmen Licht und ein kühles Getränk bilden den perfekten Abschluss eines Tages voller Entdeckungen.

Zu den weniger bekannten Bildern der Insel gehören auch ihre zahlreichen Mandelbäume, die überall verstreut stehen, besonders im Norden, am Fuß der Erhebungen von Els Amunts und im sogenannten Pla de Corona. Tausende Mandelbäume färben die Ebenen während ihrer Blüte, die in Ibizas mildem Frühling besonders früh beginnt, in zarte Weiß- und Rosatöne. Es ist ein Blütenbild, das an die berühmten Landschaften des Jerte-Tals erinnert, nur mit dem eigenen Licht Ibizas und einem feinen Duft in der Luft. 

ein Vogel thront auf einem Baumzweig

Dörfer mit besonderem Charme

Fernab der Küste und ihrer teils ausufernden Bebauung bleibt das Ibiza des Landesinneren wild und still. Nur wenige bescheidene Weiler durchziehen die Landschaft, weiß leuchtend auf einer von der Sonne geprägten Erde. Es sind winzige Orte, in denen die Zeit in den überlieferten Bräuchen der Payeses, der ibizenkischen Bauern, stillzustehen scheint: Sie bewirtschaften das Land, kümmern sich um ihr Vieh und stellen handwerkliche Produkte her, wie sie es seit Menschengedenken tun.

Diese Dörfer, ruhige Oasen auf der Insel des scheinbar endlosen Feierns, sind auch die besten Orte, um die typische Volksarchitektur Ibizas zu entdecken. Kubische Formen, klare Linien und weiß gekalkte Mauern prägen ihr Bild. Diese Architektur wurde von Designern aus aller Welt studiert, auch Le Corbusier bewunderte sie bekanntlich, weil sie der Natur so nah ist und ihr mit Respekt begegnet. Anders als städtische Strukturen, die sich um einen Hauptplatz gruppieren, basiert die bäuerliche Bauweise Ibizas auf verstreut zwischen den Feldern liegenden Häusern, allenfalls mit der Pfarrkirche als Mittelpunkt. 

Ganz gleich, wo Sie beginnen, wo Sie enden oder welche Richtung Sie einschlagen: Eine Route durch die ländlichen Orte Ibizas sollte Santa Agnès im äußersten Nordwesten einschließen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist es ein kleines, reizvolles Dorf mit kaum mehr als einem Laden, einer Bar und der dazugehörigen Pfarrkirche, das Dichter, Maler und Fotografen inspiriert hat. Zum anderen entfaltet sich in seiner Umgebung, die von Wegen für Wanderer und Radfahrer durchzogen ist, die Blüte der Mandelbäume in ihrer ganzen Fülle. Vor allem aber befindet sich hier das Museu Etnogràfic de Santa Agnès Es Pujol, das vom Wesen jenes Ibiza erzählt, das seine Traditionen lebendig hält. Die Ausstellung zeigt Alltagsgegenstände, die in diesen Gegenden verwendet wurden und heute fast wie Relikte aus einer anderen Zeit wirken: landwirtschaftliche Geräte, Weinpressen, Espardenyes, die traditionellen Leinenschuhe der Balearen, und vieles mehr.

eine Nahaufnahme einer blauen Tür

Erst so lässt sich die bäuerliche Atmosphäre verstehen, die Sant Joan de Labritja im Norden ausstrahlt, in jener Gegend, die vor Jahrhunderten zu den entlegensten Teilen der Insel gehörte. Der Tourismus berührt dieses Dorf nur am Rande, obwohl seine Umgebung mit ausgedehnten Wäldern und schönen Wegen durch stille, fast vergessene Landschaften ideal zum Wandern ist.

Sant Rafel de Sa Creu, zwischen Ibiza-Stadt und Sant Antoni de Portmany, ist einen besonderen Besuch wert. Der reizvolle Ort ist geprägt von einer weiß gekalkten Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die wie ein Postkartenmotiv wirkt. Von ihrem Aussichtspunkt öffnet sich ein weiter Blick auf das Mittelmeer. Dazu kommen einige Bars und Restaurants, in denen Sie einen köstlichen Flaó probieren können, einen traditionellen Kuchen aus Eiern, frischem Schafs- oder Ziegenkäse und Minze. Außerdem ist Sant Rafel der einzige Ort der Insel, der als „Gebiet von besonderem kunsthandwerklichem Interesse“ ausgezeichnet wurde, eine Anerkennung seiner besonderen Handwerkstradition. In seinen zahlreichen Werkstätten arbeiten einige der besten Keramikerinnen und Keramiker Ibizas, die eine ganz eigene Schule geprägt haben: kunstvolle, punisch inspirierte Stücke, die weltweit einzigartig sind.