Datum der Publikation 12/06/2018
Tourismus in der Karibik Dominikanische Republik abseits der Klischees
Entdecke, was man in der Karibik der Dominikanischen Republik sehen kann, und finde neue Orte für deine Reiseroute.
Jenseits von Stränden und Landschaften gibt es eine unbekannte Dominikanische Republik, die Besuchern kulturelle und natürliche Wunder bietet. Dabei handelt es sich um Orte nicht weit entfernt von etablierten Zielen wie Punta Cana und Puerto Plata, an denen sich ein perfekter Urlaub abrunden lässt. Zudem befinden sie sich alle ganz in der Nähe der Iberostar-Resorts auf der Insel, was sie zu einer verlockenden Option macht, um die Kombination aus Strand, erholsamer Entspannung und aufregenden, unerwarteten Erlebnissen zu nutzen. Los geht's!
DIE NORDKÜSTE
An der weniger besuchten Nordküste liegt Puerto Plata, eine Küstenstadt, die für ihre Nähe zu den Bergen berühmt ist. Um ihre Gipfel besser kennenzulernen, nimmt man am besten eine Seilbahn auf den Gipfel des Monte Isabel de Torres, von wo aus man einen Panoramablick auf diese Enklave genießen kann. Der Name der Stadt wurde durch die Beschreibung inspiriert, die Christoph Kolumbus von den Gipfeln dieser Bergkette gab, als er sie als „silbern“ (plateados) bezeichnete. Seitdem wurde die Stadt als Puerto de Plata und später als Puerto Plata bekannt. Auf dem Gipfel kann man einen sehr üppigen und schönen botanischen Garten besuchen. Darüber hinaus gibt es für aktivere Reisende ein großes Netz von Wegen und Pfaden, die über die verschiedenen Gipfeln führen.
Fossilienliebhaber werden das Bernsteinmuseum (Museo del Ámbar) lieben, das nur 5 km vom Iberostar Waves Costa Dorada entfernt liegt und eine Sammlung von Fossilien, Pflanzen sowie alten und prähistorischen Tieren enthält, die in Bernstein konserviert sind – einem Halbedelstein, der entsteht, wenn Baumharz fossiliert. In Puerto Plata befindet sich zudem die berühmteste Rum-Brennerei des Landes: Brugal.
Auf ihrer Tour lernt und erfährt man alles über die Geschichte und den Herstellungsprozess des Rums – vom Anbau des Zuckerrohrs bis zur Abfüllung. Und natürlich darf dabei eine Verkostung der verschiedenen Markenprodukte nicht fehlen.
Ebenfalls an der Nordküste, etwa zwei östliche Autostunden von Puerto Plata entfernt, liegt ein wunderschöner Sandstrand namens Playa Grande, der von der Hauptstraße aus sehr leicht zu erreichen ist. In den bunten Strandbuden speist man wie ein König, denn hier werden die frischen Meeresfrüchte und der Fisch des Tages zubereitet – wie etwa der Rote Schnapper (pargo), der im Ganzen gebraten mit Salat und Kochbananen serviert wird. Dazu trinkt man das lokale Pilsner-Bier Presidente oder eine Piña Colada, die direkt in der Frucht zubereitet wird. Zudem erlauben es einige dieser Restaurants, den Tisch an den Strand zu stellen, sodass das Essen zu einem idyllischen Picknick nur wenige Meter vom Karibischen Meer entfernt wird.
CABARETE
Weniger als eine Autostunde von der Hotelzone in Puerto Plata entfernt liegt Cabarete, ein ruhiges Hippie-Dorf, in dem die Winde die besten Kitesurfer der Welt anlocken. Strandbars, Restaurants und Smoothie-Stände reihen sich an den Sand, sodass das Abendessen hier zwangsläufig direkt am Meer stattfinden muss. Für diejenigen, die ein Abenteuer im Dschungel suchen, empfiehlt sich die Entdeckung der 27 Wasserfälle von Damajagua (27 Cataratas de Damajagua). Eingebettet in die Bergkette des nördlichen Korridors (Cordillera Septentrional) bietet diese Gruppe von Wasserfällen Adrenalin für jedermann, mit Pfaden, die sich durch die üppige Vegetation bahnen und zu Seilrutschen und Abseilrouten durch die Kaskaden und Schluchten von Damajagua führen. Die Strände in der Nähe dieses Gebiets haben feinen Sand und kristallklares Wasser und sind sehr wenig besucht. Sie sind jedoch für Schnorchel-Amateure ohne große Erfahrung nicht sehr empfehlenswert. Für echte Fans von Schiffswracks liegen an dieser Küste die Überreste der La Concepción, eines 1641 nordöstlich von Hispaniola (wie diese Insel damals genannt wurde) gesunkenen Schiffes. Es handelt sich um eines der bedeutendsten spanischen Wracks aller Zeiten, da schätzungsweise über 100 Tonnen Silber- und Goldschätze mit ihm sanken.
PUNTA CANA
Im östlichen Zipfel der Dominikanischen Republik gelegen, ist Punta Cana ein beliebtes Urlaubsziel, das für sein kristallklares Wasser und seine weißen Sandstrände mit Palmen berühmt ist. Neben Sonne und Strand lohnt es sich, die nahegelegenen und scheinbar endlosen Zuckerrohrplantagen von Higüey zu erkunden. Bei geführten Ausflügen durch diese Landgüter erlebt man die harte Arbeit der Bauern hautnah, die jeden Halm mit Macheten von Hand ernten – ganz so, wie es seit Jahrhunderten getan wird. Darüber hinaus erfährt man mehr über den lokalen Anbau und darüber, wie Ochsen eingesetzt werden, um das Zuckerrohr zu den alten Eisenbahnwagen zu transportieren.
Ebenfalls in Higüey befindet sich die Basilika Unserer Lieben Frau (Basílica de Nuestra Señora), eines der besten Beispiele moderner religiöser Architektur in Lateinamerika. Heute ist sie eines der wichtigsten Pilgerzentren Lateinamerikas, zu dem die Menschen strömen, um jeden 21. Januar der Messe beizuwohnen.
Etwa eine Autostunde von der Hotelzone in Punta Cana entfernt liegt der Nationalpark im Osten (Parque Nacional del Este), der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Dieses Gebiet dient Hunderten von Pflanzen- und Tierarten als Lebensraum, darunter 112 verschiedene Vogelarten. Das Schutzgebiet beherbergt zudem einen der größten Meeresparks der Karibik mit einer reichen Biodiversität und einem riesigen Korallenriffsystem. In seinen tropischen Gewässern sind vier Arten von Meeresschildkröten sowie Manatis, Große Tümmler und zahlreiche Fischarten zu finden. Der Park ist zudem der natürliche Lebensraum der Rosentaube und des Nashornleguans.